Auch fast zwei Wochen, nachdem die Kirche mutmaßlich von einer israelischen Panzergranate getroffen wurde, seien weiterhin zwei der 15 Verletzten im kritischen Zustand, berichtete er über die aktuelle Situation. Durch den Granatentreffer sind drei Menschen gestorben. „Wir sind zutiefst betroffen von den Ereignissen vom 17. Juli, aber wir bleiben in Gottes Hand. Wir tun weiterhin Gutes und schützen die Kinder, die Kranken und die Verwundeten.“ Trotz des erlebten Leids seien die Menschen in seiner Gemeinde hoffnungsvoll und vom Glauben getragen. „Wir hoffen, dass Frieden kommt. Das ist absolut notwendig.“
Die Botschaft von Pater Romanelli aus Gaza kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Seit Sonntag, 27. Juli, wurde eine vorübergehende Waffenruhe angekündigt, um den dringenden Zugang humanitärer Hilfe nach Gaza zu ermöglichen.
Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Kardinal Pizzaballa, betonte in einer Pressekonferenz in der vergangenen Woche: „Hilfe ist nicht nur notwendig, sondern eine Frage von Leben und Tod. Jede Stunde ohne Nahrung, Wasser, Medikamente und Unterkunft verursacht tiefen Schaden.“ Er dankte auch für die „Arbeit aller humanitären Akteure, die alles riskieren“. Der Patriarch betonte, dass die Mission der Kirche universell sei und niemanden ausschließe. Krankenhäuser, Schulen oder Pfarreien seien „Orte der Begegnung des Zusammenlebens für alle: Christen, Muslime, Gläubige, Ungläubige, Flüchtlinge, Kinder.“
KIRCHE IN NOT unterstützt das Lateinische Patriarchat von Jerusalem, das die Hilfe für Christen unter anderem im Westjordanland und dem Gazastreifen koordiniert. Im Gazastreifen gibt es eine kleine katholische Pfarrei mit etwas mehr als einhundert Gläubigen. Aktuell haben rund 500 bis 600 Personen auf dem Gelände der Gemeinde Zuflucht gefunden.
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