Die Lage in Taybeh eskaliere zunehmend, so der Priester. Militante Siedler hätten in der Nähe der aus dem 5. Jahrhundert stammenden Georgskirche und des Friedhofs Feuer gelegt. Zufahrtswege zur Ortschaft würden regelmäßig blockiert. Die Siedler hätten ein Schild am Ortseingang aufgestellt mit einer an die christlichen Bewohner gerichteten Botschaft: „Es gibt keine Zukunft hier für euch.“
Taybeh, das einst bis zu 15 000 Einwohner zählte, verliere immer mehr christliche Familien. Die meisten versuchten, sich im Ausland eine Zukunft aufzubauen, so Fawadleh. Dennoch seien er und viele seiner Gemeindemitglieder entschlossen, zu bleiben: „Wir glauben an uns selbst und daran, dass wir mit Gottes Hilfe Widerstand leisten können.“
Taybeh, das als der in der Bibel genannte Ort Ephraim gilt, ist die letzte rein christliche Ortschaft im Heiligen Land. Sie liegt in der Nähe von Ramallah, etwa 40 Kilometer nordöstlich von Jerusalem.
Die Oberhäupter der melkitischen griechisch-katholischen Kirche und der griechisch-orthodoxen Kirche sowie der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Kardinal Pizzaballa, forderten, die Übergriffe zu untersuchen und zu ahnden. Die heiligen Stätten der Christen müssten „selbst im Krieg“ geschützt werden, forderten die Kirchenführer und richteten einen Appell an die Christen in aller Welt: „Betet, schaut hin, handelt!“
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