Am 16. August 2023 hatten muslimische Extremisten in der Stadt in der Provinz Punjab mindestens 26 kirchliche Gebäude und 80 Wohnhäuser von Christen zerstört. Hunderte Christen waren damals in Panik aus der Stadt geflohen. Beobachter bewerten den Vorfall als eines der schlimmsten christenfeindlichen Pogrome in der Geschichte Pakistans.
Auslöser der Angriffe war eine mutmaßliche Schändung des Koran und Beleidigung des Propheten Mohammed durch Christen. Ein Gericht bestätigte später die Unschuld der beiden Brüder, denen Blasphemie vorgeworfen worden war.
Christen, die für eine Aufarbeitung der Ereignisse eintraten, seien bedroht worden. Nun aber mache sich unter den Christen immer mehr Wut und Entschlossenheit breit: „Die Menschen sind jetzt bereit, für ihre Rechte zu kämpfen. Sie wollen schreien und brüllen.“
Asi bezeichnete zudem die von den Behörden gewährte Entschädigung für Betroffene der Ausschreitungen in Jaranwala als unzureichend. Zerstörte Häuser seien zwar wieder aufgebaut worden, allerdings vielfach nur mangelhaft.
Die Spannungen hatten Mitte August einen weiteren Höhepunkt erreicht, als ein muslimischer Geistlicher in einer in den sozialen Medien verbreiteten Rede christliche Kirchen als „Dreckshaufen“ bezeichnet hatte. Als Reaktion veröffentlichte die Pakistanische Bischofskonferenz eine Erklärung, in der sie die Äußerungen als „beleidigend“ und „zutiefst herabwürdigend“ bezeichnete.
In der islamischen Republik Pakistan sind rund zwei Prozent der über 208 Millionen Einwohner Christen. Staatliche Blasphemiegesetze sind der Auslöser zahlreicher Repressalien gegenüber religiösen Minderheiten. Extremisten sind für falsche Anschuldigungen, gewaltsame Übergriffe sowie Verschleppung und Zwangsverheiratung junger Frauen verantwortlich.
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