Der Priester war zusammen mit zwei Mitarbeitern auf dem Weg zu einer kirchlichen Veranstaltung in Maiduguri, als sein Auto am 1. Juni überfallen wurde: „Bewaffnete Männer kamen aus den Büschen am Straßenrand hervor und schossen auf uns.“ Er habe versucht, sich in einem nahegelegenen Militärkontrollpunkt in Sicherheit zu bringen, doch die Angreifer hätten ihn auf Motorrädern verfolgt.
Zusammen mit 13 anderen Personen wurde der Seelsorger zu Fuß in eine Bergregion verschleppt. „Einige konnten fliehen, andere wurden getötet – darunter auch einer unserer Mitarbeiter“, berichtet Afina. Seine Entführer identifizierte der Geistliche als Anhänger der Terrorgruppe Boko Haram. Als das nigerianische Militär als Reaktion auf die Entführung begann, den Stützpunkt der Terroristen aus der Luft anzugreifen, habe sich seine Panik nochmals gesteigert, so der Seelsorger.
Die Entführung von Pfarrer Afina sei leider kein Einzelfall, stellt der Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT Deutschland, Florian Ripka, fest: „Nigeria ist aktuell das Land, in dem weltweit am meisten Priester und Ordensleute einführt werden. Terroristen und kriminelle Banden sind eine ständige Bedrohung. Kaum eine Woche vergeht, ohne dass wir neue Schreckensmeldungen aus Nigeria erhalten.“
Von den 237 Millionen Einwohnern Nigerias sind etwa je die Hälfte Christen und Muslime. Im Norden Nigerias, wo die Christen in der Minderheit sind, kommt es seit über 15 Jahren immer wieder zu terroristischen Übergriffen. Schienen Boko Haram und andere Gruppen zunächst militärisch zurückgedrängt, gewinnen sie in jüngster Zeit wieder an Boden.
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